Junges Wohnen im alten Haus



Das Objekt in der Zollerstraße 12 und 12a besteht aus einem Ensemble zweier symmetrischer Mehrfamilien-Doppelhäuser, die durch ihre identische Bauweise und harmonische Fassadengestaltung ein kohärentes architektonisches Gesamtbild erzeugen.


Das Gebäude mit der Hausnummer 12 war bis zum Erwerb durch die Familie Stahl Grundbesitz GmbH ungenutzt und gelangte erst durch eine Erbschaft wieder auf den Markt, während zu diesem Zeitpunkt die Planungen für die Haushälfte 12a bereits weit fortgeschritten waren.


Ursprünglich verfügte jedes der Gebäude über sieben Wohneinheiten. Im Rahmen der Sanierungsmaßnahmen wurde jeweils eine Hälfte des Mansardengeschosses zu einer neuen Wohneinheit sowie das Dachgeschoss zu zwei zusätzlichen Wohneinheiten ausgebaut. Darüber hinaus wurden die ehemaligen Werkstatträume und Nebenräume im Untergeschoss, die sich zu einem Lichthof zur Straßenseite hin öffneten, umgestaltet und in zwei weitere Wohneinheiten umgewandelt. Dadurch entstanden insgesamt zwölf Wohneinheiten pro Haus.


Auf der Südseite wurden beiden Haushälften Balkone hinzugefügt, was die Wohnqualität erheblich steigerte, indem diese sowohl eine bessere Belichtung der Räume als auch zusätzlichen Raum für Freizeitaktivitäten im Freien ermöglichen. Die Sanierung umfasste zudem eine vollständige Erneuerung der Sanitär- und Elektroinstallationen als auch die Installation einer Gaszentralheizung mit Zirkulationsleitungen, um zeitgemäßen Wohnstandards gerecht zu werden.


Insgesamt wurde der vormals unscheinbare Altbau durch diese Maßnahmen erheblich aufgewertet, wodurch sowohl die nutzbare Wohnfläche als auch die Lebensqualität der Bewohner deutlich erhöht wurden.



ALLGEMEINES



Baujahr: ca. 1936

Gesamtwohnfläche: ca. 760 m² (nach Sanierung, inkl. DG, Balkonen, Wintergarten, Terrasse)

Grundstücksfläche: ca. 650 m²

Denkmal bzw. Ensembleschutz: ohne

Ausrichtung: Doppelhaushälfte Westseite Nord-Süd

mit Südgarten und Freiflächen

Etagen: 3 + zwei DG

Anzahl der Wohneinheiten: 7 im Bestand, 12 nach Umbau DG und UG

Stellplätze: offene Stellplätze im Innenhof

Erschließung: großzügige originale halb gewendelte Holztreppe

Bauweise: Massiv, Außenwände ausgeführt als Mischkonstruktionen aus Ziegel/Bruchstein, Holzbalkendecken, UG in Stahlbetonbauweise

Dach: Ziegeldeckung

Fenster: Holz- und Kunststofffenster im Bestand, Kunststoff-Fenster nach Sanierung

Kamin: diverse im Bestand, erhalten wurden lediglich die Kaminzüge an der Brandwand

Heizung: Gastherme mit Pufferspeicher

Garten bzw. Zuwegung Haustüre und Platz für Fahrradstellplätze und Mülltonnen im Gemeinschaftseigentum



SANIERUNGSKONZEPT



  1. Ausbau des bisher zu Abstellzwecken genutzten Dachgeschosses I und II zu Wohnzwecken. Errichtung von Dachgauben und Dachterrassen. Sämtliche Bauteile wie Dachdämmung, Dachterrasse inkl. Flachdach, Gauben, Dachflächenfenster und Fenster entsprechen den Anforderungen des GEG.
  2. Kernsanierung Heizung/Lüftung/Sanitär/Elektro inkl. Grundrissveränderungen und in Teilen neuer Boden und Wandkonstruktionen
  3. Einbau von Kunststofffenstern
  4. Neuanstrich und Ausbesserung der Fassade
  5. Anbau von Balkonen Südseite




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